Er, seine Exen und viel mehr

von Wiebke Glaser und Simon Dudek

Am 12. Oktober 2013 erhob sich der Vorhang zum ersten Mal für das Theaterstück Some Girl(s) im E.T.A.-Hoffmann-Theater in Bamberg. Weitere Vorstellungen der kurzweiligen Tragödie sind am 13., 17. und 18., 20., 24-27., 30. + 31. Oktober und am 2. + 3., 10. November.

Liebe und Hass, Glück und Leid, Verlassen und Verlassen werden – das Leben ist ein nie enden wollendes Spielfeld an Emotionen. Auch Neil LaButes Theaterstück Some Girl(s) entspringt diesem reichlichen Schatz an Erfahrungen. Bereits 2005 im Gielgud Theater in London uraufgeführt, im Frühjahr 2013 in Deutschland auf der Kinoleinwand zu sehen, feierte das Stück nun inszeniert von Irmgard Lübke im E.T.A.-Hoffmann-Theater in Bamberg seine umjubelte Premiere.

„This great stage of fools“
E.T.A Hoffmann- Theater eröffnet neue Spielsaison

von Sara Renner

Es ist das „erschütterndste“ Drama Shakespeares und galt seiner Zeit sogar als „Zumutung ans Publikum“. Tatsächlich ist König Lear keine leichte Kost. In den Figuren wie in der Handlung offenbaren sich die widrigsten Eigenschaften des Menschen, der am Ende als tollkühner Irrer stilisiert wird.

Zum Angriff!

von Karsten Babucke

Am 2. November feierte das selbstinszenierte Stück ANGRIFFE™ des Bamberger WildWuchs Theaters Premiere. Schon seit Sommer 2009 tritt die Theatergruppe WildWuchs mit eigenen Inszenierungen im Bamberger Untergrund (Clubs wie der Jazzclub, Morphclub oder auch oberirdisch im Palais Schrottenberg) auf.

Ziel des aktuellen Stückes ANGRIFFE™ ist es, die Barriere zwischen Publikum und Akteuren zum Einsturz zu bringen: „wir wollen dieses klassische modell des guckkastentheaters (…) architektonisch produktiv irritieren, die perspektive versuchsweise verschieben und den ORT (…) neu ins bild setzen“, heißt es im Programm des Stücks.

Der Dunkle im Spiegel

von Verena Bauer

Nicht das Leben E.T.A. Hoffmanns will Andris Plucis im Ballett E.T.A. Hoffmann – eine Moritat tänzerisch abbilden, und auch von eindeutig festgelegten Adaptionen seiner Werke sagt sich der Regisseur und Choreograph des Ballett-Ensembles am Landestheater Eisenach los. Vielmehr solle der Zuschauer sich auf die Bilder einlassen, die seine Tänzer auf der Bühne erzeugen, er solle diese auf sich wirken lassen und so ein „direktes Schauen“ ermöglichen.

Sag mir, wo die Rosen sind

von Katharina Holzhauser (18.11.2013)

Am 15. November 2013 spielte das Musiktheater-Duo „Ball & Jabara“ seine „Femmage“ an Hildegard Knef Aber schön war es doch im E.T.A. Hoffmann Theater in Bamberg. Sie zeigt das Leben und Wirken des ersten großen deutschen Nachkriegsstars im Rahmen eines fiktiven Interviews zwischen der Knef und einer jungen Journalistin – beide gespielt von Franziska Ball. Dabei setzt sich das Stück zu etwa gleichen Teilen aus ‚selbst erzählter‘ Lebensgeschichte und Gesangspassagen zusammen, die von Marty Jabara am Klavier begleitet werden.

Franziska Ball schrieb das Stück vor über 10 Jahren selbst, führt es seitdem immer wieder in Landshut und München auf und spielte aufgrund dessen sogar zwischen 2005 und 2009 die Hauptrolle im viel gefeierten Knef-Musical Der geschenkte Gaul. Spätestens seitdem hat sich die an renommierten Akademien in München und New York ausgebildete Schauspielerin und Sängerin auch als Darstellerin der ‚letzten deutschen Diva‘ einen Namen gemacht.

In Musiker-Kreisen mindestens ebenso bekannt ist Marty Jabara, der als Pianist, Komponist und musikalischer Leiter an bekannten Musicals wie dem König der Löwen oder Tarzan mitarbeitete, oder auf Privatpartys zahlreiche US-Präsidenten und Hollywood-Größen unterhielt.